Eberswalde

  • Unsere Kreistagsfraktion wendet sich in einem Bürgerbrief an die Einwohnerinnen Bürgerbrief November 2012-1und Einwohner des Landkreises Barnim. Anlass ist die geplante 30%-ige Erhöhung der Abfallgebühren, die uns als „Gebührenstabilität“ verkauft werden soll. Wir erinnern in unserem direkt an die Haushalte verteilten Schreiben, dass vor rund drei Jahren der Öffentlichkeit die Rekommunalisierung, sprich Verstaatlichung, der Abfallwirtschaft als der große Wurf verkauft wurde. Unsere Fraktion hat davor gewarnt, dass noch innerhalb der Wahlperiode erhebliche Kostensteigerungen zu erwarten seien. Wie so oft wurden wir dafür angegangen, dass dies alles unberechtigte Vorwürfe sein. Nun – früher als erwartet – werden den Bürgern, die damals beschwichtigt worden sind, immense Zusatzkosten aufgeladen. All dies geschieht zu einer Zeit, da zahlreichen Haushalten durch die Erhebung der Altanschließerbeiträge ohnehin schon ungerechte Gebührenbescheide ins Haus zu flattern, drohen.

    Daher fordern wir die Barnimerinnen und Barnimer auf, zur kommenden Sitzung des Kreistages am 28.11.2012 um 17 Uhr nach Eberswalde zu kommen und in der Einwohnerfragestunde den Landrat mit ihren kritischen Fragen zu konfrontieren.

    Lesen Sie hier unseren Bürgerbrief und sagen auch Sie Ihre Meinung.

  • Wir werden jetzt Zeuge einer neuen Provinzposse Marke Barnim. Das Stück hat gerade angefangen. Hauptdarsteller sind zwei Nachbarn. Es sind Amtspersonen, sog. Hauptverwaltungsbeamte, zu Deutsch Bürgermeister.wappen eberswalde

    Der eine - Dorfschulze - will sein Dorf größer machen. Er braucht Geld und neue Bürger, die noch einmal Geld, sprich Steuern und Schlüsselzuweisung, bringen und natürlich Kinder. So hofft er, dem demographischen Wandel, also dem vorhergesagten Bevölkerungsrückgang, ein Schnippchen zu schlagen. Flugs hat er sich ein Stück Land ausgeguckt, daß dem Dorf gehört. Das hat er parzelliert und das will er nun als Bauland verkaufen. Das Stück Land liegt - das ist das Problem - genau an der Grenze zu seinem Nachbarn, dem Stadtschulzen.

    Wappen SchorfheideAuch der mag den Bevölkerungsrückgang nicht und fürchtet zu Recht, daß ein paar Bürger nicht in die Stadt sondern auf's Dorf ziehen. Vielleicht wollen einige ja sogar aus der Stadt wegziehen. Das darf nicht sein!

    Deshalb hat er etwas gegen die Pläne seines Nachbarn, des Dorfschulzen. Er will ihm sein Vorhaben durchkreuzen. Dazu hat er sich Unterstützung vom Landesfürsten in Potsdam geholt. Dessen Beamte sind nämlich der Meinung, daß die Pläne des Dorfschulzen nicht so recht zu den Zielen der Landesplanung passen. Was da entstehen soll, ist eine Splittersiedlung. So etwas will der Fürst nicht haben. Nun hat er aber ein Problem: Der Dorfschulze beruft sich auf ein Dekret, wonach er in seinem Dorf allein bestimmen darf.

  • Am 16.02.2011 fand die neuerliche Sitzung des Kreistages Barnim statt. Die Tagung wurde zu einer Lehrstunde, wie Demokratiefeindlichkeit und Menschenverachtung zu angeblich seriöser Kommunalpolitik umgelogen werden können. In noch nie da gewesener Brutalität wurden von Vertretern anderer Fraktionen Versuche der Beschneidung des freien Mandats unternommen.

  • Am 25.6.2020 beschloss die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung die Eberswalder Holzbauoffensive. Ziel dieses Beschlusses ist es, bei Gebäuden, die durch die Stadt errichtet werden, wie KiTas und Schulen, in verstärktem Maße Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen einzusetzen und die Gebäude in Holz- oder Holzhybridbauweise zu errichten. Dabei müssen die verarbeiteten Baustoffe durch eine umweltgerechte Forstwirtschaft und möglichst aus heimischem Holz erzeugt worden sein. Diese Forderungen gelten auch für die Gesellschaften, an denen die Stadt beteiligt ist.

    Mit dieser Holzbauinitiative will die Stadtverordnetenversammlung entsprechend dem am 17.12.2019 beschlossenen Klimapaket Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise ergreifen und entsprechend der von der Landesregierung beschlossenen Holzbauoffensive den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 minimieren und langfristig CO2 binden.

    Diese ist mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung und kann mithelfen, die Auswirkungen der vom Menschen verursachten Klimaveränderungen einzudämmen. Allerdings kann dies nur ein erster Schritt sein und es bleibt noch viel zu tun. So ist ja längst bekannt, dass der Wald in den lebenden Bäumen, aber auch im Totholz und im Boden große Mengen an CO2 binden kann und so einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel leistet.

    Wie wir jedoch wissen, steht der Wald gegenwärtig unter hohem Druck und dies nicht nur durch den Klimawandel selbst, durch die mit ihm einhergehenden Dürren. Auch der Mensch setzt dem Wald durch sein wirtschaftliches Handeln unter Druck. So werden gegenwärtig etwa 40% des eingeschlagenen Holzes thermisch verwertet, also schlichtweg verbrannt! Es wird dazu behauptet, dies sei nachhaltig, weil klimaneutral. Dem ist jedoch entschieden entgegenzutreten! Gerade alte funktionstüchtige Waldökosysteme stellen einen wirksamen Kohlenstoffspeicher dar, der durch die gegenwärtige intensive Holznutzung geschädigt wird. Durch die energetische Nutzung von Holz wird kurzfristig sehr viel CO2 freigesetzt, das erst nach vielen Jahrzehnten wieder im Wald gebunden werden kann. Holz, insbesondere frisch geschlagenes, feuchtes Holz, hat einen sehr geringen Energiegehalt verglichen etwa mit Erdgas. So wird durch die Verbrennung von Holz viel mehr Kohlenstoff freigesetzt als bei der Verbrennung von Erdgas, um die gleiche Energie zu gewinnen.

    Dies alles ist wissenschaftlich erwiesen. Professor Pierre Ibisch von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde veröffentlichte diese Erkenntnisse auch in einem Filmbeitrag für das ZDF („Klimaschutz auf dem Holzweg Wird unser Wald verheizt?“von Güven Purtul - Frontal 21, ZDF) und im Hintergrundpapier zu diesem Film „Wälder sind Kohlenstoffspeicher Holzverbrennung ist nicht klimaneutral“.

    Angesichts dieser Tatsachen ist es völlig unverständlich, wie in Eberswalde nach wie vor Tausende Tonnen frisch geschlagenes Holz, also kein Rest- oder Schadholz mit einem geradezu lächerlichen Wirkungsgrad verbrannt werden können und die Eberswalder Stadtverwaltung sich rühmt, mit dieser Energie etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.

    Richtig wäre es, alles zu unternehmen, um dieses Kraftwerk schnellstmöglich abzuschalten und wirklich nachhaltige Energieformen konsequent zu fördern.